Donnerstag, 1. Oktober 2020

Als ich mit alten Schamanen in einer dunklen Hütte sass

 Die neue Epi-Suisse-Kolumne "Simone's Welt" ist da.

Einfach auf den Link klicken:



Das ganze Epi-Suisse Magazin 2020/02 kann hier heruntergeladen werden.

Freitag, 27. März 2020

Neues aus Simone's Welt: "Weshalb ich Bäume umarme"

Die neue Epi-Suisse-Kolumne "Simone's Welt" ist da und ganz coronafrei ⛔😊
Es gibt ja auch noch so viel Anderes.
Gönnt euch eine Pause ♥️
Danke Epi-Suisse ♥️

Einfach auf den Link klicken:


Das ganze Epi-Suisse Magazin 2020/01 kann hier heruntergeladen werden.

Dienstag, 24. September 2019

Neues aus Simone's Welt: "Esoterischer Rat und nützlicher Unsinn"

Die neue Epi-Suisse-Kolumne "Simone's Welt" ist wieder da und sorgt für tiefsinnige Verständnislosigkeit und sinnvolles Weltunverständnis.
Hatte im peruanischen Dschungel Mond und Sonne und den Kompass verwechselt, aber bin nun wieder da.
Einfach auf den Link klicken und mal wieder meine Gedankenwelt durchstöbern 🤓


Artikel auf Google Drive

Das ganze Epi-Suisse Magazin 2019/02 kann hier heruntergeladen werden.

Mittwoch, 27. März 2019

Neues aus "Simone's Welt" im Epi-Suisse Magazin

Der neueste Artikel in „Simone’s Welt“ in der EpiSuisse. Einfach dem Link folgen und meinen Geschichten lauschen 🤓

Artikel auf Google Drive


Diesmal auch ein Interview zum wichtigen Thema Ambulanz und Epilepsie in dem S.S. 😉 von ihren Erfahrungen erzählt.

Artikel auf Google Drive

Das komplette Epi-Suisse Magazin 2019/01 kann hier heruntergeladen werden.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Happy Birthday in die Ferne, vorbei an Wolken und Sternen

Heute ist dein Geburtstag.
Happy Birthday und alles Liebe von mir.
Gesundheit gehörte auch immer mit zu meinen Geburtstagswünschen, doch nun schicke ich meine Wünsche in eine unbekannte Ferne und du feierst dort oben mit sicherlich vielen tollen Menschen.
Ich weiß, du bist wieder gesund und alle Schmerzen los.
Ich hoffe du hast sie schon lange vergessen und kannst wieder sorglos lachen.
Ich feier dich hier unten und das auch weiter Jahr für Jahr, singe ein Lied auf dich, doch nur ein leises, denn ich würde sicher deine Party über den Wolken mit meiner talentfreien Stimme verderben ;)

Feier noch schön weiter und nimm mich mit auf einen Tanz, wenn auch nur in Gedanken, ich tanze trotzdem lachend mit dir.
Ich halte hier unter den Wolken weiter die Stellung und solange sei gewiss, ich vermisse dich sehr.
Nicht nur an deinem Geburtstag, sondern auch wenn mir bei meinen absurden und kuriosen Geschichten, mit denen ich hier unten weiterhin mein kunterbuntes Leben fülle, vor lauter Lachen schon die Tränen rollen.
Oder wenn ich weine, weil du in diesen Geschichten fehlst, doch die Erinnerung an dich mich wieder lächeln lässt.

Schön, dass es dich gibt auf ganz besondere Art. Ich bin sicher, du bist viel beschäftigt und Langeweile kommt nicht auf, denn du hast im Chaos hier auf der Erde immer ein Auge auf uns.

Sonntag, 30. September 2018

Dr. Simmel's Gedankenwelt in ihrer Kolumne “Simone's Welt“

Das neue Magazin der Epi Suisse ist da.

Meine Kolumne "Simone's Welt" mit einer weiteren Geschichte aus meinem phantasievollen Gedankenleben findet ihr auf Seite 11 🙂

Danke, Epi Suisse, dass ihr mir stets geduldig mit Rat und Tat, nach so mach einer chaotischen Epilepsie-Geschichte zur Seite steht 😊

Artikel auf acrobat.com

Mittwoch, 29. August 2018

Ein stiller Abschied von dieser Welt

Es war wie so viele Tage in diesem Sommer, ein heisser, sonniger Tag, der die Menschen zur Abkühlung an das Wasser lockte.
Auch mich lockte es an den rauschenden Fluss, der sich entlang an Feldern und Wiesen seinen Weg zum Meer bahnte.

Die ungewöhnliche Hitze machte sich in diesem Jahr in der Natur bemerkbar und stahl ihr die satten Farben seiner sonst so farbenfrohen, lebendigen Vielfalt.
Einmal den Kopf unter kühlendes Wasser zu tauchen, war für Gross und Klein eine erfrischende Wohltat und der Drang danach gross.

Ich lief in der Hitze dem Wasser entlang flussabwärts, um mein sonniges Plätzchen gegen ein wenig Schatten zu tauschen.
Später an diesem Tag sollte ich mich noch fragen, was mich wohl in genau diese Richtung zog.

Gedankenverloren so wie ich meistens durch die Natur lief, wurde ich von Rufen und einem dem Wasser so unüblich nahe kreisenden Hubschrauber aus meiner Tagträumerei gerissen.
Nun bemerkte ich die Menschen, die am Ufer auf das strömende Wasser starrten, hörte Sirenen und  ohne zu fragen wusste ich bereits die Antwort und den Grund für diesen Tumult.

Die Frage, die ich an die suchenden Menschen stellte war nur noch, ob es ein Kind sei, das dort im dunklen Wasser verschwunden war.

Es war ein Kind.

Die Grosseltern standen mit starrem Blick, der auf das Wasser gerichtet ist neben uns am Ufer.
Keine Schreie, nur stille Panik.
Gemeinsam schauten wir nun flussaufwärts nach einem Lebenszeichen ihres kleinen Enkels.

Warum sprang keiner hinterher? Wieso bemerkte keiner rechtzeitig, wie der kleine Körper im Wasser verschwand?
Sinnlose, lautlose Vorwürfe und ich schwanke zwischen Wut und Verzweiflung.
Der Hubschrauber wühlt die trübe Wasseroberfläche bei seiner Suche auf, doch es ist immer noch kein Kind in Sicht.
Ich schaue auf das Wasser und hoffte wie wir alle, endlich etwas zu entdecken, schaue wieder auf die Uhr und teile nicht mehr die Hoffnung der Anderen.
Ich lasse meine Gedanken unausgesprochen und starre weiter auf die dunklen Wellen.
Nun endlich kommen die Taucher und verschwinden neben uns im Wasser.
Die Zeit erscheint ewig und nach scheinbar endlosem Warten taucht ein Kopf aus dem Dunkel auf und in den Armen hält er einen kleinen, blassen, leblosen Körper.

Er läuft an uns vorbei und im Krankenwagen beginnt der Kampf um diesen kleinen Jungen, doch es ist zu spät und er hat diese Welt schon verlassen.

Ein stiller Tod, bei dem wir Zeuge waren. Kein Schrei oder Kampf, nur ein lautloses Verschwinden, das zu lange unbemerkt blieb.
Lautlos für uns, die wir auf das Wasser starrten und was unter der Oberfläche geschah, darüber werden wir für immer im Ungewissen bleiben.

Der Text scheint vielleicht ganz mutlos und traurig zu sein und wer ihn liest an diesem schönen Tag wird sich fragen, warum ich in dieser fröhlichen Sommerstimmung einen so traurigen Text in Worte fasse, doch ich habe das Bedürfnis, diesem kleinen Jungen eine letzte Stimme zu geben.

Das Leben geht ohne ihn weiter und der lautlose Abschied von unserer Welt blieb fast unbemerkt.

Ich nutze meine Stimme und Worte, atme tief durch und halte einmal kurz den Atem an, um dann mit der Hoffnung weiterzumachen, dass dieser leise Tod auch ein friedlicher war.



Für die Eltern und Grosseltern, die wissen sollen, dass sie nicht alleine sind.

Danke Max.


Dienstag, 5. Juni 2018

Der seltsame Mann, der angeblich aus dem Menschenland kam.

«Wo bitte schön kommen Sie genau her?», fragte der Beamte den Reisenden mit unberührter Mimik von seinem Grenzposten aus, den es anderswo vielleicht gar nicht gibt oder nicht gäbe, wäre die Geschichte eine andere gewesen und nicht durch ewige Kriege um auserwählte Gebiete vielen Menschen der Weg durch Grenzen verbaut.
Doch so schön es auch wäre, die Welt ist vollgebaut mit Mauern und Zäunen und haushohen Heckensträuchen, hinter denen sich unbekannte Nachbarn verstecken.

«Ich stamme nicht aus England, Griechenland oder Thailand, ich komme aus dem Menschenland und dies ist gar nicht unbekannt», antwortete der Mann mit nicht wenig Stolz und strahlenden Augen, als würde er von einem magischen Ort berichten.

«Doch wo bitte schön soll dieses Land denn liegen?», fragte der Beamte irritiert hinter den Glaswänden seines Grenzschalters heraus.
Das ist selbst für mein geschultes Geographiebild ein doch seltsam unbekanntes Land. Selbst den Titicacasee mit seinem ganz lustigen Namen, kann ich geographisch auf unserer Welt benennen, aber nun beschleicht mich langsam das Gefühl, sie wollen hier einen harmlosen Beamten veräppeln.»

«Nun muss ich mich aber über ihr weltliches Unwissen wundern», entgegnete der unbekannte reisende Mann überaus verdutzt, "denn dies ist doch ein überaus grosses Land.
Es erstreckt sich vom Nordpol, bis gar an den Südpol und einmal rund um den gesamten Äquator. Es ist bereits vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden, mag man der Theorie des Urknalls glauben.
In diesem wundervollen Land scheint immer die Sonne, täglich mal hier und dann wieder da und schon alleine diese Tatsache ist einfach wunderbar.»

Stirnrunzelnd schaute der Beamte aus seiner Kabine. Alles, was er wolle, war doch nur einen Pass.
Fragend entgegnete er:
«Doch was hat das alles mit Ihren fehlenden Papieren zu tun?
Die Anekdote ist zugegeben ganz unterhaltsam und auch Sie scheinen eine ganz interessante Person zu sein, aber dieser Traumpass aus Ihrer Märchenwelt führt Sie leider nicht über diesen Grenzzaun in unser wunderschönes und reales Land hinein.»

«Ja, was muss ich denn machen, um auf dieser Erde weiterkommen zu können?
Schauen Sie sich Vögel an, die gerade über diese Grenze fliegen.
Haben sie etwa einen Pass gezeigt, bevor sie zu euch in die Lüfte stiegen?
Ich glaube kaum, und so gewähren Sie den Vögeln mehr Rechte als mir sich fortzubewegen und selber Ihre Routen zu wählen auf dieser Erde.
Mein Pass ist nicht viel wert auf dieser Welt. Über den Wert habe leider nicht ich zu entscheiden, doch könnte ich es, so hätten alle Menschen die gleichen Rechte.
Das Recht darauf, die ganze Welt zu sehen, die einst für uns alle geschaffen wurde, bis der Mensch seine Fussabdrücke in jedem Winkel hinterliess, sich einschloss und andere ausschloss vor grossen Mauern und sich das Recht nahm, die Erde zu übernehmen und ihr willkürlich Regeln aufzuerlegen.
Doch ich stehe hier vor Ihrer Grenze und stand schon so oft auf meiner Reise an Zäunen, die mir den Weg in andere Länder verbaute.
Soll ich jetzt einen Krieg beginnen, nur damit Sie mich auf die andere Grenzseite bringen?
Nein, das mache ich nicht und hoffe bis in die Ewigkeit darauf, dass die Zeit der Vernunft irgendwann beginnt und der Erde auf vollständiger Weltbürger werde."


Mögen die Menschen überall auch etwas anders sein, oder besser gesagt jeder einzigartig sein, so stammen wir doch alle von derselben Erde und sollten uns voreinander nicht hinter Mauern verstecken, sondern gemeinsam unseren Horizont erweitern.

Montag, 21. Mai 2018

Verrückte Sachen, die ich so an einem Pfingstmontag mache

Trotz Pfingsten und des morgendlichen Kirchenbesuchs, war mir auch am heutigen Tage leider nicht der Heilige Geist erschienen, der aber wahrscheinlich an solch wichtigen Tagen, jede Menge Aufträge hatte und so entschied ich mich deshalb durch den Wald zu streifen und stattdessen lieber geistlos absurde Lebenspläne zu schmieden.
Für diejenigen, die vielleicht nicht wissen, warum man heute Pfingsten feiert:
Der Heilige Geist ist auf die Erde gekommen und Jesus Jüngern als Geist erschienen.

Ich begann also mit meiner geistreichen Suche.
Einmal auf einem Delphin über die Weltmeere reiten und auf dem Grund des dunklen Mariengrabens nach verschollen Despoten fahnden.
Ich glaube, die Suche hatten ein paar Verschwörungstheoretiker neulich irgendwo ausgeschrieben.

So machte ich mich mit meiner Luftmatratze auf zum nächstgelegenen Fluss und paddelte fröhlich flussabwärts Richtung Meer.
Doch auch nach Stunden begegnete ich nur Enten, die sich schnatternd über mich und mein Gummigefährt beschwerten.
Also kämpfte ich mich also flussaufwärts wieder zurück und beschloss, ich versuchte mein Glück mal im Internet.

Tinder hatte ich noch nie ausprobiert, als hoffnungsloser Romantiker, der immer noch glaubte, dass man jemanden auch noch draussen bei einem Spaziergang durch eine farbenfrohe Blumenwiese kennenlernte.
Aber vielleicht wurde es ja endlich mal Zeit, dass auch ich im neuen Jahrtausend ankam und einen Versuch im Cyberspace wagte.
Ich freute mich über die ersten „Matches“ und so vergingen die Stunden mit sinnlosem Gequatsche.
Ich erkannte während des Schreibens meiner Geschichte, dass ich mich so langsam schwer tat, meine Gefühle auch ohne Emojis zu beschreiben, deshalb musste ich für die schriftliche Beschreibung meines Tages, erstmal zum verstaubtenWörterbuch greifen.

Das „e“ bot mir ernüchternd an, das „i“ für meine Gespräche inhaltslos, doch ich konnte auch versuchen weniger negativ zu sein und sie als „interessant und „horizonterweiternd“ zu beschreiben.
Am Ende des Tages war ja alles eine Frage der Definition und womöglich war ja ich das Problem.
Warum wollte ich auch bloss keine Nacktbilder schicken oder direkt „mit unter die Bettdecke schlüpfen“?
Ich war wohl prüde und voll bekleidet, vom Singlemarkt nicht wegzubekommen.

Doch eines lernte ich an diesem Tag, nämlich dass ich anscheinend prüde war und vorerst weiter Single blieb:
Ich wurde „sapiosexuell“ genannt und das war nicht als Kompliment gemeint und in besagter Singlebörse nicht als  besonders attraktiv anerkannt.

Falls einer dieses Wort schon kannte, sich auch so beschreibt und nicht wie ich erstmal das Wörterbuch brauchte, findet mich leider nicht mehr auf Tinder, aber vielleicht irgendwo im Wald auf einer Bank beim Versuch die Eichhörnchen mit Wattebällchen zu beschmeissen...

Schöne Pfingsten wünscht euch Dr. Simmel



Montag, 2. Oktober 2017

Phonecall to heaven

My dear friend, I am having some questions about life.
Is it really worth the fight?
I survived and you, you didn't. You took the answer with you to heaven.

I wish I could call you once in a while and ask you about the sense of life.
Ask you if it is worth keeping on the fight or just leave all the hospitals and the doubts behind and just join you in heaven and party with you with a really big smile on the other side.

There are Smartphones 4.6 and X, but they still haven’t invented a line to you.
I really don’t care about the greatest phone, because nothing will ever bring us back together.
Besides that you know I am a really big disaster and I would ruin this special phone faster than ever.

I know there will never be a phone line to heaven, but as long as I am still on this crazy, beautiful planet I will keep on having my own little conversations with you.


Dedicated to Ala wherevere she is and her cutest sons that are giving the world so much pleasure.

Freitag, 22. September 2017

Rat an einen Tölpel

«Guten Morgen, liebes Einhorn, hier ist dein Kaffee. Schwarz, mit 7 Würfeln Zucker, richtig?»

«Ja, lecker. Zucker macht das Leben schöner.»

«Also, ich habe da mal eine Frage. Ich habe mich schon wieder zum Idioten gemacht und alle Menschen haben gelacht. Ich fühle mich schrecklich dämlich und möchte mich am Liebsten irgendwo in den australischen Tiefen des Mariengrabens verkriechen.»

«Ach herrje, ich weiß ja nicht, was du gemacht hast, aber jeder macht sich mal zum Idioten und wer über andere lacht, ist selber ein Depp.»

«Das hilft mir leider auch nicht weiter. Du bist ständig lustig und heiter, fragst nicht nach morgen und machst dir niemals Sorgen.
Schaut dich jemand komisch von der Seite an, weil du ein Einhorn bist und nicht aus unserer Milchstrasse kommst, gehst du vorbei, erhebst stolz dein Horn und lachst sogar noch dabei.»

«Nun hör mir gut zu, du kannst das auch, doch du weißt es nur nicht.
Das mit dem Horn, das kannst du zwar nicht, aber du hast eine Nase, die kannst du stolz in die Lüfte strecken und lachen, das kannst du auch.
Vor allem musst du aber eines können, nämlich lachen über dich selbst.
Lacht jemand über dich, so lache einfach mit.
Redet jemand schlecht über dich, so gib ihm doch einfach recht.
Sag ihm doch, du bist ein Tölpel. Du wärest schon so geboren, doch was kümmert es ihn.
Hat er etwa keine anderen Sorgen?
Sag ihm, du magst dich genauso, wie du bist und hast als Vollzeit-Tölpel viel zu lachen.
Da bleibst du lieber ein Tölpel in deinem Wesen, lachst zusammen mit den Menschen, als über andere und behälst dein turbulentes Leben.»

«Also meinst du, die Tölpel reagieren irgendwann die Welt?»

«Ich kann zwar nicht in die Zukunft schauen, aber ich kann dir sagen, das wohl kaum.

Doch ist es immer schöner zusammen zu lachen, als sich einsam über andere Menschen lustig zu machen.»

Montag, 11. September 2017

Ansichten eines Papageis über die Liebe und ihr seltsames Spiel

Man sucht und sucht und findet sie nicht und steht sie dann vor einem erkennt man sie nicht.
Oder will sie nicht erkennen und philosophiert sich zu Tode.
Redet mit Einhörnern und rosa Elefanten.
Leert mit den besten Freunden unzählige Flaschen Prosecco.
Analysiert sinnlos gescheiterte Vergangenheiten.
Redet in Konjunktiven und was wäre und könnte.
Doch man kommt nicht zum Punkt, denn den gibt es nicht.

Jedoch hat man dann endlich sein Gegenstück gefunden, kommen die nächsten zweifelnden Fragen nach möglichen Gefahren für sein verletzliches Herz und im schlimmsten Fall gerät man in seiner verwirrten Ratlosigkeit noch auf den esoterischen Pfad und berät sich mit teuren Wahrsagern und spirituellen Notfall-Kanälen..
 Ich könnte nun noch stundenlang über dieses seltsame Thema der Liebe philosophieren, doch ich sitze am Bach und anstatt entspannt dem Plätschern des Wassers bei meinen Gedanken zu lauschen, kreischt hinter mir ein Papagei und stört meine Gedanken.

Vielleicht will er mir sagen:

«Ist doch alles einerlei. Die Liebe kommt, die Liebe geht.
Hoffentlich bleibt sie, doch das zeigt nur die Zeit.
Anstatt euch zu vertiefen in verwirrende Gedanken und euch unter einem Berg voller Konjunktive zu verkriechen, liegt doch viel mehr Sinn darin einfach den schönen Moment zu geniessen.
Nun habe ich aber genug über eines eurer menschlichen Lieblingsthemen geredet.
Zum Glück sind meine Probleme im Leben nicht so gross, denn die Menschen haben mich hier in diesen kleinen Käfig gesperrt und ich muss bis zum Sonnenuntergang nur euren seltsamen Gesprächen lauschen.
Ich habe hier alles, was ich brauche, nur eine Sache, die habe ich nicht.
Es ist ganz einfach, mir fehlt eure Freiheit.


Hätte ich alle Freiheit der Welt, so wie ihr, und würde nicht eingesperrt in diesem Käfig sitzen, würde ich sorglos über bunte Blumenwiesen fliegen und jeden einzelnen Flügelschlag geniessen.»

Freitag, 30. Juni 2017

Auf zu neuen Ufern

Der Juni war nicht zum Schreiben da, der Juni war zum Packen da.
Gewiss zum Kritzeln und für neue Ideen, doch verborgen hinter vollen Kartons und so manchen Farbeimern reichte die Zeit nicht für geistreiche Gedanken.
Man muss manchmal auch einfach die Hände sprechen lassen und neue Pläne schmieden, um sich weitertreiben zu lassen.
Im Juli geht es weiter, hoffentlich fröhlich, spannend, literarisch und heiter.

Dienstag, 30. Mai 2017

Hinter Bergen von Trümmermeeren liegen oft die schönsten Dinge verborgen

«Und die Meere», sagte das Einhorn wie von einem Blitz aus seiner träumerischen Lethargie gerissen, «entstammen sicher auch nicht aus den Bergen, sondern kommen wohl eher aus euren unendlichen, menschlichen Tränenmeeren. Die Liebe, die Liebe und immer die Liebe.
Wie schafft ihr Menschen es nur schon seit Jahrtausenden, dieses ewig gleiche Gejammer zu ertragen?»

«Aber es gibt doch aber auch Menschen, die sind ewig zusammen», entgegnete ich auf seine etwas gar verspätete Antwort auf meinen Liebeskummer.

«Es gibt auch Menschen, die können einen Purzelbaum machen», war seine Antwort und wollte meiner Tirade anscheinend mit einem Reim ein Ende machen, denn er ließ sich nur ungern von menschlichen Problemen aus seiner Traumwelt entführen.
«Was weißt du schon von deinem komischen Planeten?», fragte ich schmollend und wollte doch nur seinen kosmischen Rat.

«Wir schweben auf Gaswolken auf meinem Planeten. Dort in der Schwerelosigkeit machen wir uns keine Sorgen. Wir denken nicht ständig den ganzen Tag an morgen und schon gar nicht erst an übermorgen», antwortete es verträumt in Erinnerungen schwelgend an seinen weit entfernten Heimatstern.
Ich geriet bei seinen Worten förmlich mit ins Schwelgen und fragte:
«Nimmst du mich mit auf deinen schwerelosen Planeten? Wie herrlich wäre es auf Gaswolken zu schweben.»

«Das geht leider nicht, mein treuer Freund, denn du hast schon einen eigenen Planeten und auch er hat dir herrliche Dinge zu bieten. Ihr habt den Wind, die Sonne, das Meer, und auch habt ihr die Berge und auch die sind gar nicht so fern.
Schau nur genau mit deinem Herzen, dann kannst auch du dich in einem Zustand der Schwerelosigkeit bewegen, anstatt dich mit düsteren Gedanken zu quälen und ständig mit deinem Kummer zu plagen.»

Nun konnte ich meinen phantasievollen Freund, dem Einhorn, nicht mehr folgen.
«Wo bitte soll das denn sein?», fragte ich verdutzt.
«Diesen Ort kann es auf dieser Welt nicht geben, ohne mit ein paar Wundermitteln nachzuhelfen.»
«Dein Kopf steckt in einer Spirale von Trübsal fest und lässt dich verschlingen von sinnlosen Gedanken. Sie kreisen irgendwo in einem luftleeren Raum, in denen die schönsten Gedanken keine Möglichkeit zum Atmen haben und sich in herrlichen Dingen zu entfalten», sinnierte es.
«Was schlägst du vor? Was soll ich tun?»
Seine philosophischen Ergüsse konnte ich nicht mehr lange ertragen. Ich wollte nun endlich meine Antwort haben.
«Du musst dich wieder auf dich besinnen und dich nicht in verlorenen Romanzen verrennen oder wehmütig unerfüllten Träumen nachtrauern, während auf dieser Welt die Zeit ohne dich weiter rennt und dich ganz bestimmt nicht eines Tages fragen wird, wenn du alt und grau vom ganzen Grübeln bist, ob du nochmal eine Runde leben willst.
Die Welt hat noch unendlich mehr zu bieten, als nur die Trauer um verlorene Lieben.»

Nun bekam ich es aber mit der Angst zu tun. Hatte ich nicht schon gar allzu viel Zeit verloren?
«Zeigst du mir die Wunder, die mich befreien?», bat ich das Einhorn und hoffte mich von der Leere, die in mir herrschte, dadurch wieder loszusagen.
«Sie liegen eigentlich alle vor deinen Augen, doch diese sind vor lauter Gedankenquälerei für diese wunderbaren Bilder blind geworden. Wir können gerne gemeinsam eine Reise in die Welt unternehmen und ich helfe dir den Nebel zu lichten und wieder zu sehen.  Dafür müssen wir gar nicht mal sehr weit reisen, denn wir können eigentlich gleich hier beginnen.»

So verliessen wir das Haus an diesem goldenen Septembermorgen und ich machte mich auf, auf eine unbekannte Reise.

Wir machten Halt auf einer sonnigen Bank, an einem Waldrand und blickten auf die Felder in der Ferne.
So sassen wir eine schweigend dort. Schließlich fragte das Einhorn: «Sag mir, was du siehst. Was geht wohl in dir vor, wenn du auf dieser Bank Waldrand sitzt?»
«Ich sehe die Felder, die Sonne, den Wald.» Was mehr sollte ich sagen? Wir sassen einsam auf einer Bank, die Stadt in der Ferne. Viel gab es hier nicht zu sehen. Wollte mich das Einhorn in der Einsamkeit und der Stille mit meinem Kummer quälen?
«Du bist gefangen in deinem Kummer. Nun öffne nicht nur die Augen, sondern auch deine anderen Sinne. Wir gehen jetzt gemeinsam auf eine Reise. Bist du bereit und nimmst dir die Ruhe und die Zeit?»
Und so versuchte ich mit allen Sinnen seinen Worten zu folgen.

Das Einhorn begann mit unserer Reise:
«Wir sitzen nicht nur auf einer Bank und schauen in die Ferne, in eine Leere.
Wir sind Teil dieser Erde und schauen dem Wolkenspiel am Himmel zu. Auch sie sind auf einer Reise, vielleicht in entfernte Länder. Dort von oben am blauen Himmel sagen sie auf ihrem Weg uns beiden hier unten kurz «Hallo».»

Gedankenverloren betrachtete ich das Wolkenspiel. Auf welchem Weg waren sie wohl? Das hatte ich mich noch nie gefragt. Das Einhorn erzähle weiter.

«Spürst du die wärmenden Strahlen auf deiner Haut? Die Sonne grüsst uns damit weit entfernt aus eurer Galaxie, der Milchstrasse zu. Sie steht bereits tief und erinnert euch daran, dass die Jahreszeiten sich bald die Hände geben und zumindest auf dieser Erdhalbkugel eine neue Jahreszeit einläuten.
Ohne Hast, denn sie schenkt euch dieses Jahr einen goldenen Herbst und einen schleichenden Abschied vom herrlichen Sommer.
Und so erinnert uns die Sonne auch an eine Reise, denn sie gehört eben nicht nur euch, sondern dem ganzen Universum und so dreht die Erde sich Jahr für Jahr weiter und die Sonne kann die andere Seite eurer blauen Erde grüssen und eine neue Jahreszeit alle Jahre wieder einläuten.
Spürst du bereits den feinen, lauen Wind auf deiner Haut? Siehst du die langsam rot werdenden Baumkronen, die ihre Farben wechseln, um sich schliesslich endgültig von ihren Blättern zu trennen? Riechst du den Duft des Laubes, den euch nur der herrliche Herbst schenkt, um eure Sinne noch einmal vor dem Winter zu belohnen?
Dies ist kein Abschied für ewige Zeiten. Dies sind einfach nur die Jahreszeiten.»

Ich sog die Luft in meiner Nase auf, ich nahm mit meinen Augen die bunten Herbstfarben auf. Wie war ich nur so blind geworden? Wieso konnte ich nicht selber am Waldrand auf einer Bank in der Natur verweilen und anstatt zu Grübeln und zu Trauern einfach nur meine Sinne mit dieser wunderbaren Natur belohnen?

«Doch bald kommt der Winter und mit ihm die Dunkelheit», überkam mich plötzlich der düstere Gedanke und teilte ihm dem Einhorn mit.

«Siehst du das Blatt, was durch die Lüfte weht? Es will uns vielleicht sagen, es will sich seinem Schicksal noch nicht beugen, möchte noch ein kurzes Tänzchen Richtung Himmel machen, noch ein bisschen die Welt entdecken, in Einklang mit den Winden schweben, auch die Elemente spüren, bevor es sich in den ewigen Winterschlaf auf die Erde niederlegt.»
Ich folgte ihm mit meinem Blick, dem rötlich leuchtenden Blatt, das der Baum schon abgeschüttelt hatte und nun auf die Erde fallen sollte. 
Ein Blatt, das seinem Schicksal trotzte, das noch die Welt entdecken wollte?
Es schien tatsächlich schwerelos im Wind zu tanzen und immer wieder neuen Auftrieb in luftige Höhen zu finden. Ich folgte dem Blatt noch eine Weile mit den Augen im Winde gleiten, bis es mit einer letzten, grossen Windböe noch einmal in die Lüfte sauste und dann schließlich sanft in einem bunten, herbstlichen Blätterhaufen zur Ruhe legte.

«Wie gerne wäre ich das Blatt gewesen, um mich einmal schwerelos im Winde zu bewegen», sagte ich verträumt zum Einhorn.
«Du kannst auch mit deinen Sinnen fliegen, deine Probleme dem Wind übergeben. Er trägt ihn fort an einen anderen Ort und du bleibst hier auf deiner Bank», entgegnete das Einhorn.

Der Wind wehte sanft durch mein Haar, zog über die Felder mit unbestimmtem Ziel. Warum waren meine Sinne so lange versteckt? Waren sie im Winterschlaf und hatten vergessen wieder zu erwachen?

«Nun richte den Blick zu den Bergen, dort in der Ferne», sagte das Einhorn.
Ich tat, was mir mein weiser Freund aus einer fremden Welt nun sagte.
«Ja, diese Berge. Sie schränken meinen Blick und meine Sicht auf die Welt ein.
Ich habe manchmal das Gefühl ein Gefangener zu sein. Mein Blick ist getrübt, ich liebe das Meer.»

«Doch denke weiter. Was wartet noch auf dich? Hinter diesen Bergen sind nicht die 7 Zwerge. Dort wartet das Meer und ist es auch jetzt im Moment entfernt so schließe deine Augen und benutze die Fantasie.
Spürst du die Brise, hörst du da Rauschen? Benutze auch deine Ohren und versuche zu lauschen.
Es gibt Zeiten, da möchte man sich verkriechen, doch mit viel Fantasie kann man ihnen entfliehen. Du kannst überall sein, wo du nur willst.
Tanzen am Stand oder in den Wellen reiten. Man muss nicht immer die ganze Welt umrunden, um für ein paar Stunden ein wenig Glück zu finden. Entweder in der Fantasie oder direkt vor deiner Tür. Denke nicht so viel, denke nicht immer an das Ziel.
Auch auf einer Schaukel durch die Lüfte schweben, wieder Kind sein und diese Freiheit spüren kann schon manchmal das grösste Glück auslösen, sonst kann man nicht ausgelassen dabei lachen, was ihr Menschen als Kinder immer gemacht habt. Das Erwachsen werden beraubt euch aller Fantasie. Du weißt, dass nichts von deinen Wünschen vom Himmel fällt. Wäre die Erde ein friedlicher Ort, dann wäre sie voller Einhörner, Frieden und Gold. Doch du bist nun mal auf einem Planeten geboren und da sind diese Dinge nicht gegeben. Ich weiß nicht wie lange es noch braucht, bis ihr merkt, dass es einfach nur Zusammenhalt baucht.»

Das Einhorn war plötzlich weg, bemerkte ich mit Schreck. Hatte ich etwa nur phantasiert?
Doch auch mein Kummer war plötzlich fort und ich fühlte mich in diesem Moment von allen unnötigen Sorgen befreit.
Hier in der Natur schöpfte ich Mut.
Das Einhorn hatte recht. Was sind schon sinnlose Sorgen?
Sie verderben dir nur die Freude auf den nächsten Morgen.
Vielleicht mit Sonnenschein und neuen Menschen.
Nicht mit alten Lasten und ständigem Grübeln, sondern mit neuen Geschichten und lachenden Gesichtern.



Montag, 15. Mai 2017

Noch einmal die Arche Noah erfinden und diesmal nicht mehr im Chaos versinken?

«Welche Tiere kommen nicht mehr wieder, hattest du gesagt? Etwa die Dinosaurier?»

«Natürlich die Dinosaurier. Die sind schon seit 65.000 Jahren auf diesem Planeten längst ausgestorben und auf keinem Fleckchen mehr vertreten. 
Doch vielleicht auch schon bald die Affen, Schmetterlinge und Giraffen, wenn wir ewig so weitermachen.
Wir sind Egoisten auf diesem Planeten. Er gehört nicht nur uns allein, doch das sehen wir einfach nicht ein. Wir haben zu viel zu tun mit anderen Dingen.
Ressourcen verbrauchen, giftige Gase in die Atmosphäre blasen und unseren ganzen Müll irgendwo bei den Walen im schönen Ozean abladen.
Dort schwimmen schon zwischen bunten Korallenriffen riesige Müllinseln, doch dort kann kein Mensch wohnen. Davor möchte man selbst seinen schlimmsten Feind verschonen.
Also was tun?
Von dieser Welt können wir nicht fliehen. Auf dem Mond lässt es sich nämlich schlecht leben.
Vielleicht nochmal eine Arche Noah bauen?
Von jeder Sorte diesmal ein paar mehr mitnehmen?
Man muss ja nicht gleich so drastisch sein und von jedem Lebewesen nur zwei mitnehmen.
Ich finde man könnte diesmal ein paar mehr grüne Karten verteilen und dann die Erde mit der nächsten Sintflut überschwemmen.
Dann können wir noch einmal von vorne beginnen und sehen, ob wir etwas Besseres zustande bringen.
Ohne Hass und ohne Kriege, Egoismus und Narzissmus.
Mit mehr Frieden auf der Welt.
Mit mehr Liebe zur Natur.
Nun mag das klingen, wie eine pazifistische Hippie-Utopie und du wirst dich vielleicht fragen:
Hat die sich den Kopf gestossen?
Doch lieber so als andersherum.
Lieber so und mit ein bisschen Humor, anstatt mit falschen Menschen, die im Moment die Welt regieren und die falschen Gedanken in so manche Köpfe setzen und damit unsere Welt noch mehr verletzen.
Es braucht mehr Menschen, die positive Gedanken in die Welt freisetzen, sie in die Welt posaunen und sich nicht scheuen, vielleicht auch mal Kritik zu ernten.
Freidenker, nicht Machterkämpfer.
Weltverbesserer nicht Besserwisser. Davon hat die Welt nun wirklich genug.
So lernen wir vielleicht neue Wege zu gehen.
Brechen so endlich auf in bessere Zeiten und verlaufen uns nicht in dieser verwirrenden Epoche, die uns nur bremst und unsere Welt in ihrem Fortschritt hemmt, weil die Kriege einfach nicht enden und so viele Menschen nicht umdenken.
Love, peace and happiness. My statement for the day. Die 70er Jahre sind schon viel zu lange vorbei.»   



Montag, 1. Mai 2017

Die Freiheit und ihre kleine Schwester die Einsamkeit

In der Natur verweilen, nur dem Meeresrauschen lauschen.
Die sieben Sachen packen und ohne Zwänge auf unbekannten Wegen schreiten.
Die Gedanken sind frei, denn man ist nicht zu Zweit.
Nur der Wind rauscht seine Melodie, mit der auch die ewigen Sorgen verfliegen.
Mit dieser Freiheit im grossen, weiten Universum, fühlt man sich so wunderbar unantastbar und schreitet mit einer Leichtigkeit, manchmal naiv den Trubel der Welt vergessend, verträumt die Realität versäumend, seiner Wege.

Aber kann selbst ein Eigenbrödler ewig das Glück in der Einsamkeit finden?

Man kann zwar auch einsam zu Zweit sein, denn die grosse Liebe war dann doch die Niete.
Aber das wiederum ist eine andere Geschichte und das Pech der Liebe.
Doch was ich eigentlich sagen will ist:
Ewig einsam sein, das kann kein Mensch sein, aber auch alleine frei gewesen sein, das sollte einmal jeder Mensch im Leben.

In dieser Ruhe liegt eine Kraft verborgen und um dieses Geheimnis zu entschlüsseln muss ein jeder in sich selber gehen.

Man muss ja nicht gleich in den Urwald gehen und sich jahrelang von exotischen Pflanzen ernähren.
Den Mogli spielen und nur noch mit Tieren reden.
Die Stille kann man in sich selber finden, doch das braucht Kraft, denn in sich selber sieht man tausende Bilder.
Die Bilder des Lebens von Schwäche Verlust und Verdruss.
Natürlich aber auch das Kribbeln und die Unruhe nach Liebe und Besitz.
In einem Königreich zu erwachen wie in 1001 Nacht.
Das wäre doch was, wer hat nicht einmal daran gedacht?

Doch einfach mal dazusitzen und zufrieden zu sein, mit Sonnenschein und nur mit sich allein?
Diese Wohltat für die Seele sollte nicht nur ein Kunststück der buddhistischen Mönche sein.

Hat man diese Kraft in sich gefunden ist man gewappnet für diese konfuse, schnelllebige Welt und ist von nun an sein eigener, innerer Held.

                                                                                                                                         

Sonntag, 16. April 2017

Danke Einstein, dass Dank dir alles relativ ist

Mit dem Kopf durch die Wand und mit 200 Sachen durchs Leben.
Immer in Bewegen bleiben und die Welt erobern.
Königin sein in seinem eigenen Reich, seine eigenen Regeln machen und laut die Anarchie ausrufen.
Nirgends zu Hause sein und doch überall.
Immer recht haben und meistens auch nicht.
Niemandem glauben, weil man alles schon weiß.
Die Welt zum Strahlen bringen mit einem Lächeln und im nächsten Moment töten mit einem Blick.
Geld verprassen, was man nicht hat, weil der Moment gerade zählt und alles andere nicht.
Alles lieben und im nächsten Moment hassen nur aus kindlichem Trotz.
Das Leben lieben und planlos sein, weil Pläne einfach stinken.
Nichts verstehen, aber alle Antworten suchen.
Alles machen und nichts bereuen.
Niemals an morgen denken, denn wer hat schon die Tage erfunden?

Oder Pläne machen und Pläne haben.
Sesshaft werden und Bäume pflanzen.
Immer sparen, denn die Zukunft ist ja lang
Immer „ja“ sagen und niemals „nein“.

Wer hat denn nun recht mit seiner Philosophie?
Niemand hat recht, denn das Leben kennt nur Fragen.

So bleibt mal wieder alles offen und das ist auch gut so, denn ansonsten wären wir ja auf einem anderen Planeten und nicht auf der verrückten kleinen, großen, blauen Kugel mit der absurden, schrecklichen, schönen Aufgabe, genannt „das Leben“.

Aber seit dank Einstein alles relativ ist, stehe ich auf der Seite, wo die Probleme immer klein erscheinen.
Und wenn sie wieder größer werden, dann wende ich die Physik an und bewege meinen Körper einfach zurück auf die andere Seite, wo wieder alles ein bisschen kleiner erscheint.
Da sollen mir meine Lehrer von damals noch mal erklären, warum sie mich so schlecht benotet haben in der Wissenschaft, genannt Physik, die ich doch nun bewiesenermaßen so tadellos beherrsche.  

Danke Einstein, für deine Theorie. Ich weiß zwar nicht, ob du das damit im Sinn hattest, aber das fachliche Streitgespräch müssen wir wohl auf später verschieben, denn ich habe ich noch etwas Wichtiges vor.
Es ist eben dieses verrückte Leben, nach dem die Menschen so unsagbar streben.

Doch ich lebe nach meiner eigenen Philosophie und stehle mir ein bisschen von deinem Gedankengut dafür.


Und falls auch deine Relativitätstheorie nichts mehr nützt, hilft manchmal nur noch ein Prosecco auf Eis.